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Polizeiobermeister

Lexikon · Dienstgrade · Stand: 2026-10-03 · Redaktion

Kurzdefinition

Der Polizeiobermeister ist ein Dienstgrad im mittleren Dienst oberhalb des Polizeimeisters und wird nach einer Bewährungszeit im Dienst verliehen.

Erklärung

Der Polizeiobermeister folgt im mittleren Dienst auf den Polizeimeister. Befördert wird nach Dienstzeit, Leistung und Eignung, wobei jedes Land eigene Fristen und Regeln anwendet. Die Beförderung ist keine Formsache, denn Beurteilungen und freie Planstellen spielen eine wichtige Rolle. Fachlich ändert sich im Tagesgeschäft wenig: Polizeiobermeisterinnen und Polizeiobermeister nehmen weiter Anzeigen auf, leisten Streifendienst und führen Verkehrskontrollen durch. Mit wachsender Erfahrung übernehmen sie häufiger die Verantwortung für einen Streifenwagen oder für die Einweisung jüngerer Kolleginnen und Kollegen. Die Bezeichnung findet sich auch bei der Bundespolizei, etwa im Dienst an Bahnhöfen und Flughäfen. Für die Rechtmäßigkeit einer polizeilichen Maßnahme ist der Rang nicht maßgeblich, entscheidend sind Zuständigkeit und Rechtsgrundlage der Maßnahme. Wer genauere Angaben zur Besoldung sucht, findet sie im jeweiligen Landesbesoldungsgesetz.

Beispiel aus der Praxis

Ein Polizeiobermeister nimmt in einer Wache deine Anzeige wegen eines gestohlenen Fahrrads auf. Er fragt nach Rahmennummer, Zeitpunkt und Tatort und erstellt ein Protokoll. Am Ende erhältst du eine Bestätigung mit Vorgangsnummer. Den Dienstgrad erkennst du an den Abzeichen auf seiner Uniform, er hat aber auf deine Rechte als Anzeigende keinen Einfluss.

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Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: 2026-10-03

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