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Interpol

Lexikon · Organisation · Stand: 2026-10-03 · Redaktion

Kurzdefinition

Interpol ist die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation mit Sitz in Lyon, über die nationale Polizeien weltweit Informationen austauschen und Fahndungen koordinieren.

Erklärung

Interpol ist eine zwischenstaatliche Organisation, die den polizeilichen Informationsaustausch zwischen fast allen Staaten der Erde ermöglicht. Ihr Generalsekretariat sitzt in Lyon. Interpol hat keine eigenen Ermittler, die Festnahmen vornehmen, sondern stellt Kommunikationskanäle, Datenbanken und Fahndungsinstrumente bereit, zum Beispiel die sogenannten Notices, darunter die Red Notice zur Suche nach einer Person im Ausland. In Deutschland ist das Bundeskriminalamt die nationale Zentralstelle für Interpol, in der Schweiz übernimmt fedpol diese Rolle, in Österreich das Bundeskriminalamt. Für Bürgerinnen und Bürger gibt es keinen direkten Kontakt, Hinweise gehen immer über die nationalen Polizeien. Interpol darf nach seiner Verfassung nicht in politischen, militärischen, religiösen oder rassistischen Angelegenheiten tätig werden. Wenn du im Ausland Opfer einer Straftat wirst, wendest du dich zunächst an die Polizei vor Ort und informierst die Botschaft.

Beispiel aus der Praxis

Gegen eine Person liegt ein internationaler Haftbefehl vor, und sie wird im Ausland vermutet. Die deutsche Polizei übermittelt die Fahndung über das Bundeskriminalamt an Interpol. Beim Grenzübertritt kann ein Treffer in der Datenbank auftauchen. Die Festnahme erfolgt durch die Polizei des Staats, in dem die Person angetroffen wird.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: 2026-10-03

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