Bußgeldkatalog
Kurzdefinition
Der Bußgeldkatalog legt bundeseinheitlich Regelsätze für Verkehrsordnungswidrigkeiten fest, etwa Geldbußen, Punkte im Fahreignungsregister und mögliche Fahrverbote.
Erklärung
Der Bußgeldkatalog ist eine Tabelle, in der Regelsätze für Verkehrsverstöße festgelegt sind. Grundlage ist die Bußgeldkatalog-Verordnung, die sich auf § 26a des Straßenverkehrsgesetzes stützt. Sie nennt für typische Verstöße wie Geschwindigkeitsüberschreitung, Abstandsverstoß, Rotlichtverstoß oder Handynutzung die Höhe der Geldbuße, gegebenenfalls ein Fahrverbot und die Punkte im Fahreignungsregister. Die Regelsätze gelten für fahrlässige Taten bei gewöhnlichen Tatumständen, bei Vorsatz oder besonderen Umständen kann die Behörde sie erhöhen oder in Ausnahmefällen mindern. Der Katalog wird von Zeit zu Zeit angepasst, zuletzt wurden viele Beträge deutlich angehoben, weshalb du den aktuellen Stand im Gesetzestext prüfen solltest. Für leichte Verstöße sieht er Verwarnungsgelder vor, die ohne Bußgeldverfahren gezahlt werden. In Österreich gelten Strafen nach Straßenverkehrsordnung und Verwaltungsstrafgesetz, in der Schweiz die Ordnungsbussenverordnung. Wer wissen will, was ein Verstoß kostet, kann die entsprechende Tabelle online einsehen.
Beispiel aus der Praxis
Du wurdest innerorts geblitzt und möchtest wissen, was auf dich zukommt. Im Bußgeldkatalog findest du den Regelsatz für die gemessene Überschreitung. Dort sind Geldbuße, Punkte und ein mögliches Fahrverbot aufgeführt. Mit diesen Angaben prüfst du den Bescheid, wenn er eintrifft, und kannst bei Abweichungen den Einspruch erwägen.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-03
Recherche und Pflege: Redaktion Polizeistation.net. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.