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Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)

Lexikon · Verkehr · Stand: 2026-10-03 · Redaktion

Kurzdefinition

Die MPU ist ein Gutachten zur Fahreignung, das die Fahrerlaubnisbehörde etwa bei hohen Alkoholwerten oder vielen Verkehrsverstößen anordnet.

Erklärung

Die medizinisch-psychologische Untersuchung, umgangssprachlich Idiotentest, prüft, ob jemand zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist. Sie wird von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet, wenn Tatsachen Zweifel an der Eignung begründen. Nach § 13 der Fahrerlaubnis-Verordnung ist ein medizinisch-psychologisches Gutachten zum Beispiel beizubringen, wenn ein Fahrzeug mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr oder mit einer Atemalkoholkonzentration von 0,8 Milligramm pro Liter oder mehr geführt wurde, oder wenn wiederholt Zuwiderhandlungen unter Alkoholeinfluss begangen wurden. Auch bei Drogen, Straftaten im Straßenverkehr oder Punkten kann sie verlangt werden. Die Untersuchung besteht aus einem medizinischen Teil, Leistungstests und einem psychologischen Gespräch. Die Begutachtung führt eine amtlich anerkannte Begutachtungsstelle durch, die Kosten trägt der Betroffene. Wer sich vorbereiten will, kann Beratungsangebote nutzen, deren Qualität unterschiedlich ist. Ein ablehnendes Gutachten führt zur Versagung der Fahrerlaubnis, ein positives zur Erteilung. Ob eine Anordnung rechtmäßig ist, kannst du prüfen lassen.

Beispiel aus der Praxis

Nach einer Fahrt mit 1,8 Promille entzieht dir das Gericht die Fahrerlaubnis. Für die Neuerteilung fordert die Behörde eine MPU. Du nimmst an einer Vorbereitung teil, dokumentierst deine Abstinenz mit Nachweisen und gehst zum Gutachten. Die Stelle bewertet deine Verhaltensänderung und teilt das Ergebnis der Behörde mit, die dann entscheidet.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: 2026-10-03

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