Kriminalpolizei
Kurzdefinition
Die Kriminalpolizei ist der Teil der Polizei, der Straftaten aufklärt, Spuren sichert und im Auftrag der Staatsanwaltschaft ermittelt.
Erklärung
Die Kriminalpolizei, oft kurz Kripo genannt, ermittelt Straftaten, sichert Spuren, vernimmt Zeugen und Beschuldigte und bereitet Verfahren für die Staatsanwaltschaft vor. In Deutschland ist sie je nach Land als eigene Behörde, als Abteilung eines Polizeipräsidiums oder als Direktion der Landespolizei organisiert. Rechtlich arbeiten Kriminalbeamte als Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft nach § 152 des Gerichtsverfassungsgesetzes und nach den Regeln der Strafprozessordnung. Ihre Befugnisse zu Beweismitteln, Vernehmungen und Zwangsmaßnahmen sind dort geregelt, zum Teil mit Richtervorbehalt. In Österreich führen Landeskriminalämter und das Bundeskriminalamt diese Aufgaben, in der Schweiz sind es die Kriminalpolizeien der Kantone und die Bundeskriminalpolizei im fedpol. Von der Schutzpolizei unterscheidet sie sich vor allem durch die Zuständigkeit für Ermittlungen im Anschluss an Taten. Bei einem Einbruch oder Betrug kann sich nach der Anzeige ein Kriminalkommissariat bei dir melden.
Beispiel aus der Praxis
Nach einer Wohnungseinbruch-Anzeige kommt die Schutzpolizei zuerst zum Tatort und sichert die Lage. Wenig später meldet sich ein Kriminalkommissariat, um Spuren zu sichern und eine Zeugenbefragung durchzuführen. Du bekommst einen Termin für eine ausführliche Aussage als Geschädigter. Die Ergebnisse gehen an die Staatsanwaltschaft, die das Verfahren führt.
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Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-03
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